Können wir uns leisten, auf der faulen Haut zu liegen?

Being Lazy On Weekends

Folgende Situation kommt euch bekannt vor? Am Freitagabend laufe ich fast vor Freude aus der Arbeit nach Hause. TGIW! Thanks God it´s weekend! Energiegeladen düse ich zu meiner U-Bahn Station, setze mich hinein und träume von meinem perfekten Wochenende. Morgen kein Wecker, keine Termine, nichts! Ist das Leben schön! Ich komme nach Hause, schmeiße mich auf die gemütliche Couch und beginne, die Pläne für den Samstag zu schmieden. „Ein perfekter Frühlingstag mit ganz viel Sonne“, höre ich in den Nachrichten, die so nebenbei im Fernsehen laufen. Die Wetteraussicht ist die einzige Info, die ich mitkriege. Alles andere blende ich aus, denn ich möchte meinen Samstag tatsächlich perfekt planen…

Gleich in der Früh gehe ich laufen, danach mache ich mir ein leckeres Frühstück und dann…dann schaue ich am liebsten alle Folgen meiner Lieblingsserie, die ich unter der Woche verpasst habe. Am Abend bestelle ich Sushi bei meinem Lieblingsjapaner und gönne mir einen guten Film. Klingt einfach nur perfekt, denke ich mir. Ein perfektes Wochenende nach einer anstrengenden Arbeitswoche ist ein Traum für viele unter uns. Nun, jetzt bin ich mal ganz ehrlich zu mir selbst und frage mich, wann hatte ich denn so ein perfektes Wochenende? Erinnern kann ich  mich jedenfalls nicht, also muss es wohl sehr lange her sein. Wahrscheinlich in der Schulzeit.

Enjoying Life

Ich wache jetzt auf an meinem durchgeplanten Samstag und bevor ich mich überhaupt erinnern kann, dass ich als erstes in der Früh laufen gehen wollte, sehe ich die herumschwebenden Staubflocken in der Wohnung und beginne, die Wohnung zu putzen. Kaum habe ich abgestaubt, sehe ich den Wäschehaufen, der sich angesammelt hat und schon ist die nächste Aufgabe da. Während ich die Wäsche sortiere, springt mir auch der Müll ins Auge, den ich seit Tagen raustragen wollte. Und so geht es unendlich weiter. Eine Aufgabe nach der Anderen, nach der Anderen, nach der Anderen.

Can we afford to be lazy

Irgendwann glaube ich, alles geschafft zu haben und will gerade auf mich selbst anstoßen, nun erinnerte ich mich, dass ich einige wichtige Emails nicht beantwortet habe und jaaa, genau! Ich wollte ja auch noch Bewerbungen schreiben, denn meinen perfekten Job habe ich auch noch nicht gefunden. Bald werde ich aber 25. Man kann es eine „was-auch-immer-Krise“ nennen, aber  ich schreie schon: MIR REICHT´S! Ich habe genug! Ständig warte ich auf etwas und ständig habe ich schlechtes Gewissen, wenn ich etwas Zeit für mich nehme, mich entspanne oder Dinge tue, die mir Spaß machen. Ich beschließe fest, all das zu ändern. Ich beschließe, mir diese Vorsätze nicht nur für 2016, sondern für das ganze Leben zu setzen. Mark Twain war bestimmt ein Lebensgenießer. Er sagte doch so schön:

Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.

Was denkt ihr? Habt ihr manchmal das Gefühl, euch rennt die Zeit davon und ihr könnt es euch nicht mehr leisten „faul“ zu sein und das Leben zu genießen. Würde mich freuen über eure Anregungen

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Timo
Timo

Ein Food- und reisesüchtiger Mensch, der sich auch mit 28 über kleine Dinge freuen kann: Eine Schoko-Mousse-Torte lässt jede Sorge zumindest kurz verschwinden. Allerdings nur dann, wenn die Schokolade dunkel ist.

Auf “The Cosmopolitas” schreibe ich gerne über alles, was so in meinem Kopf herumschwirrt: Über diverse Gedanken, Essen, Reisen, Mode, und, und, und…
|| Sonst bin ich…
…eine wissbegierige Persönlichkeit, eine Predigerin des lebenslangen Lernens und bald eine Matrosin.:)

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1 Comment

  1. April 5, 2016 / 12:03 pm

    Liebe Timo,

    I feel ya 🙂 Mich plagt auch oft das schlechte Gewissen wenn ich einfach mal entspanne. Einfach mal Nichtstun… ich kann es nicht mehr. Mir kommen Gedanken in den Kopf, die mich beinahe panisch machen: Ich hab so viel zu tun, nur weiß ich gar nicht wann ich alles erledigen soll…

    ich habe auch beschlossen, dass es mir reicht! Am Wochenende geht´s in die Therme- ganz ohne Laptop! ich freue mich wie ein kleines Kind darauf!

    xxx, Trixi

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