SELBSTLIEBE: WARUM DU DICH BEWUSST MEHR LIEBEN SOLLTEST

Tuesday, January 24, 2017

by Timo

Selbstliebe wird von einem Großteil der Menschen mit dem Begriff Narzissmus gleichgestellt. In der breiten Masse herrscht die Meinung, die Selbstliebe sei nur eine andere Bezeichnung für Menschen, die selbstverliebt sind und die Einstellung vertreten, etwas Besseres als ihre Mitmenschen zu sein. Ich bin dennoch der Meinung, dass die Selbstliebe eine der Grundvoraussetzungen für die großpropagierte Nächstenliebe ist. Besonders in unserer “Instagram&Co-Zeit” scheint es ganz böse zu sein, sich selbst zu lieben. Klar haben die Sozialen Medien aus uns eine Selfie-Nation gemacht, aber macht uns wirklich jeder Selfie zum Narzissten? Und, warum ist das eigentlich ein Tabu, sich selbst zu lieben?

Selbstliebe versus Narzissmus

Selbstliebe – ein Begriff, über den viel zu selten nachgedacht wird und einer, der in unserer Gesellschaft im Schatten verborgen bleibt, weil er als Synonym für Narzissmus verwendet wird. Ehrlich zugegeben hatte ich mich bis vor kurzem auch nie damit auseinandergesetzt, ob und inwiefern ich mich selbst liebe und so akzeptiere, wie ich nun bin. Über die Weihnachtszeit fand ich endlich die Zeit und die Lust, dieses Buch zu lesen und seither begann ich, mich viel mehr mit meinen Gefühlen, Gedanken und nun mit der Selbstwertschätzung aka Selbstliebe auseinanderzusetzen. Der Titel des Buches „Treue ist auch keine Lösung“ hatte mich anfangs ein wenig abgeschreckt, aber selten hat mich ein Buch so sehr beeindruckt. Im Nachhinein kann ich es jedem ans Herz legen. Das Buch behandelt das wunderschöne Thema Liebe und appelliert wiederholt auf die Wichtigkeit der Selbsttreue bzw. der Selbstliebe. Mag vielleicht jetzt nach einer sektenähnlichen Theorie klingen, jedoch ist es ein lehrreiches Buch, welches von zwei Psychologen verfasst wurde und tolle Praxisbeispiele darstellt, die einen ziemlich zum Nachdenken anregen.

Selbstliebe: Mein Fazit

Nun, warum liegt mir dieses Thema so sehr am Herzen? Generell bin ich ein Mensch, der alles im Leben analysiert, hinterfragt und sehr viel nachdenkt. Man könnte ja meinen, dass das „Menschen Analysieren“ zu meinen Hobbies zählt. Meine Mami nannte mich oft Hexe, weil sie meinte, dass ich auch Dinge mitbekomme, die noch nicht einmal geschehen sind. Jetzt nur keine Angst bekommen, ich habe leider keine Superkräfte. Es ist nun so, dass ich ziemlich gut darin bin, meine Mitmenschen schnell einzuschätzen.

Das Thema “Selbstliebe” scheint ein Tabu zu sein, denn keiner traut sich, von sich selbst zu behaupten, man würde das eigene ICH lieben. Täglich zeigen wir unseren Freunden/Geliebten und Familienmitgliedern wie sehr wir sie lieben, weil wir es für natürlich und selbstverständlich halten. Aber was ist nun mit uns selbst? Wieso sagen wir uns selbst nie (Respekt an alle, die es tun), dass wir uns lieben? Mag ganz banal klingen, aber ist das nicht logisch, dass man andere Menschen erst dann akzeptieren und leiben kann, wenn man das eigene Wesen zu lieben gelernt hat?

Und, wieso dürften wir uns selbst eigentlich nicht zeigen, dass wir uns lieben?

Ich bin der Meinung, dass die Selbstliebe im Erziehungsprozess genauso wie die Nächstenliebe propagiert werden soll, denn dies würde aus uns allen liebevollere Menschen machen :). Wenn wir uns so akzeptieren und respektieren so wie wir sind, dann haben wir keinen Grund, über andere Menschen zu urteilen und uns mit ihnen zu messen (mehr zu diesem Thema könnt ihr bei Sara nachlesen)!

Sich selbst lieben lernen: Wie geht das?

Auch wenn es keiner so ganz zugeben würde, gibt es genug Menschen, die nie gelernt haben, sich selbst zu lieben. Diese versuchen ständig, sich an andere anzupassen oder “spielen” eine Person vor, deren Charakteristika sie sich ausgedacht haben, um akzeptiert zu werden. Viele werden dieses Problem, wie ich, aus der Schulzeit kennen. Ich kann mich noch genau erinnern, wie oft ich versucht habe, jemand anderer zu sein, weil ich als ICH nicht akzeptiert wurde. Für manche war ich zu dünn, für manche zu hässlich und maskulin für eine Frau und dann auch noch uncool. Jahrelang war ich mit mir selbst unglücklich und versuchte mich in eine andere Person zu verwandeln, die von anderen akzeptiert wird. Nun, kann ich eeeeendlich behaupten, mich trotz all meinen Fehlern/Unschönheiten und für manche vielleicht Uncoolness zu akzeptieren und zu lieben. Es hat mich zwar viel Zeit, viele Tränen und viele Fehl-Anpassunsgversuche gekostet, aber es hat sich ausgezahlt :)!

Nun, wie kann man nun lernen, sich selbst zu lieben? Der Prozess ist klarerweise sehr personenabhängig, aber man kann es lernen! Hier habe ich ein paar Tipps für euch, die ich in diesem Beitrag gelesen habe und sie echt toll fand:

  • Fang jeden Tag damit an, Dir etwas Positives zu sagen.
  • Hör auf, Dich mit anderen zu vergleichen.
  • Hab keine Angst davor, Fehler zu machen.
  • Feiere Dich für alles, was Du erreichst.
  • Dein Leben beginnt am Ende Deiner Komfortzone.

Ich freue mich auf euer Feedback und bin schon sehr gespannt, was ihr zum Thema Selbstliebe sagt.

XOXO Eure Timo

 

3 Responses
  • L♥ebe was ist
    January 24, 2017

    liebe Timo,
    ich finde diese Thema ein unglaublich wichtiges! leider muss ich zugeben, dass gerade nach der Fashion Week letzte Woche meine Slebstliebe ein wenig gelitten hat … man ist einfach automatisch so vielen Vergleichen augesetzt und ich für meinen Teil habe mich am Wochenende danach ein bisschen elend gefühlt. “zum Glück” kam dann die post FW-Erkältung, die alles wieder ein wenig relativiert.

    das zeigt aber auch, wie verletzlich wir wohl alle sind – selbst wenn wir einen scheinbar dicken Panzer haben.
    das Buch, das du erwähnst, klingt auf jeden Fall sehr lesenswert. werde ich mir in den (ersehnten) Semesterferien mal zu Gemüte führen 🙂

    eine schöne Woche dir,
    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/liebewasist/

  • Marc Tschirren
    January 24, 2017

    Ein sehr eingängliches Buch, welches wirklich zum Nachdenken anregt und einen neuen Blickwinkel auf die Dinge wirft. Vielen Dank für deine Worte Timo, sehr inspirierend 🙂

  • Ani
    January 28, 2017

    Super schöner Post <3 Selbstliebe ist sooo wichtig und hat überhaupt nichts mit Narzissmus zu tun – außer man übertreibt es 🙂 Selbstliebe ist – finde ich – die Grundvoraussetzung, dass ich überhaupt jemand anderen lieben kann! Also super wichtig! Die Punkte zum Schluss sind echt süß und ja, wir sollten sie jeden Tag im Auge haben <3

    **Ani**

    http://www.kingandstars.com

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