DER ÖSTERREICHISCHE FRAUENLAUF | MEIN ERSTER LAUF – ERFAHRUNGSBERICHT

Thursday, May 31, 2018

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Mission accomplished – mein erster Lauf! Letzten Sonntag, am 27. Mai, war es nun endlich so weit. Der Österreichische Frauenlauf und mein erster Lauf überhaupt. Hätte mir jemals wer gesagt, dass ich mich dieser Herausforderung stellen würde… Ich, die so nie wirklich der Lauftyp war :D.

Vor einigen Monaten habe ich dann das Angebot bekommen, gemeinsam mit der lieben Zeki von Thatblogthing für das Team Gatorade am Frauenlauf teilzunehmen und meinen gesamten Vorbereitungsprozess mit der Welt zu teilen. Challenge accepted! Was sonst? 😀 Ich liebe Herausforderungen, vor allem wenn es um Sport geht und natürlich konnte ich mir diese Chance nicht entgehen lassen :). Wie es mir dabei ging und wie der Lauf für mich verlaufen ist, erzähle ich euch jetzt.

Der Vorbereitungsprozess

Österreichischer Frauenlauf Vorbereitung und Erfahrung

Als ich die Anfrage bekommen habe, für Gatorade beim diesjährigen Österreichischen Frauenlauf mitzumachen, hatte ich nur 2 Gedanken:

  1. Hell yeah! Let’s do this!!!
  2. OK… ich bin eine blutige Anfängerin was das Laufen betrifft. Ich muss mich jetzt gut informieren, um mich gut dafür vorzubereiten. Schaffe ich das???

Es war ein gemischtes Gefühl zwischen Aufregung und Unsicherheit. Ich wollte unbedingt etwas Neues ausprobieren und mir selbst beweisen, dass ich es kann. Anderseits hatte ich schon ein wenig Angst davor, da ich mich dabei auf einem völlig neuen Gebiet bewegen würde. Wie ihr wisst, bin ich wirklich sportbegeistert, aber ich habe mich immer nur auf Krafttraining fokussiert, da Laufen einfach nie so wirklich mein Ding war.

Das heißt: Meine Ausdauer = 0

Und ich hatte 10 Wochen, um mich vorzubereiten. Sofort habe ich mir einen Plan erstellt, wie oft ich laufen würde. Wie genau ich mich auf den Lauf vorbereitet habe sowie meine Tipps dazu, habe ich ja bereits in diesem Beitrag mit euch geteilt. Darüber hinaus habe ich mir ein Ziel gesetzt, und zwar 5km in 30 Minuten (oder weniger, wenn möglich). Wir hatten ebenfalls ein Lauftraining mit Frau Ilse Dippmann, der Initiatorin und Organisatorin des Österreichischen Frauenlaufs. Von ihr habe ich mir ebenfalls einige sehr hilfreiche Tipps eingeholt. Vielen Dank nochmals dafür!

Ich habe mich an meinen Plan gehalten und muss gestehen, dass ich ziemlich schnell einen Fortschritt gesehen habe. Das habe ich wirklich nicht erwartet. Bei meinem ersten Lauftraining habe ich 5km in 41 Minuten geschafft und bereits beim dritten war ich schon bei 32 Minuten.

Ich war 2 – 3 mal die Woche laufen, meistens nach der Arbeit. Da genau in diesem Zeitraum das Nachmittagstief einschlägt, habe ich immer vor dem Lauftraining noch ein Gatorade getrunken, um den nötigen Energieschub zu bekommen. Dies funktioniert ganz gut dank der im Getränk enthaltenen Kohlenhydrate.

In der vierten Woche kam jedoch etwas Unerwartetes. Ich wurde krank. Und zwar nicht nur für ein paar Tage, sondern ganze 2 Wochen musste ich im Bett bleiben. Das hat meinen Plan etwas durcheinander gebracht und ich fing an daran zu zweifeln, dass ich es überhaupt schaffe, mein Ziel zu erreichen. Erst nach 3 Wochen durfte ich wieder laufen und wollte unbedingt so viel wie möglich nachholen. Zu meiner Überraschung war ich so gut wie gar nicht aus der Form gekommen und bei meinem ersten Lauf nach der Pause war ich bei 33 Minuten und 40 Sekunden. Ich hatte noch 2 Wochen Zeit, wobei es sich empfiehlt, die letzten Tage vor dem Lauf, dem Körper Ruhe zu gönnen. Praktisch hatte ich also noch 10 Tage Zeit. Bei meinem letzten Training vor dem Lauf war ich jedoch  sogar bei 29 Minuten und 33 Sekunden, was mich wieder ein wenig beruhigte :).

Der Frauenlauf

Wie bereitet man sich auf einen 5- oder 10 km Lauf vor?

Neben der Challenge, etwas Neues zu wagen, gab es jedoch noch etwas, das mich zusätzlich motiviert hat, am Frauenlauf teilzunehmen, nämlich die ganze Geschichte und die Idee hinter dem Projekt. Als ich noch in Bosnien lebte, war ich in mehreren NGO’s aktiv, unter anderem auch in einer Organisation, die sich für Frauenrechte und Geschlechtergleichstellung einsetzt. Ich würde mich selbst nicht als feministische Aktivistin bezeichnen, aber auf jeden Fall als eine Person, der die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sehr wichtig ist und in diesem Bereich war ich mehrere Jahre lang aktiv tätig. Was hat das jedoch mit dem Frauenlauf zu tun?

Nun, vor 45 Jahren war es Frauen tatsächlich verboten, an Langstreckenläufen teilzunehmen, da sie angeblich körperlich unfähig dazu waren. Soll ich dieses Argument überhaupt kommentieren? Nicht nötig, glaube ich. Sogar noch in den 80er Jahren konnte man auch in Österreich Frauen selten laufen sehen. Im Jahre 1988 hat es dann jedoch Frau Dippmann geschafft, den ersten Frauenlauf in Österreich zu starten. Damals haben 440 Frauen am Lauf teilgenommen und dieses Jahr waren es sage und schreibe 33.000. Ich finde das gesamte Projekt einfach unglaublich und vor allem so motivierend, da es eine Frau geschafft hat, ihre Idee in Taten umzusetzen und noch solche unglaublichen Erfolge damit zu feiern. Dass Gatorade als einer der Hauptsponsoren dieses Projekt unterstützt, finde ich unglaublich toll und dies war auch einer der Hauptgründe, wieso ich mich für eine Zusammenarbeit entschieden habe.

Der Lauf – Meine Erfahrung

Österreichischer Frauenlauf Vorbereitung und Erfahrung

Photography © Thomas Unterberger

Am 27.5. war es nun endlich so weit. Um Punkt 6 Uhr klingelte mein Wecker. Am Abend davor ging ich bereits um 21 Uhr ins Bett, um genügend Schlaf zu bekommen. Nachdem ich mich fertig gemacht habe, habe ich noch kohlenhydratreich gefrühstückt, um genug Energie für den Lauf zu haben. Um 8:30 habe ich mich dann mit der Zeki getroffen und nun begaben wir uns auf den Weg, um unsere Startblöcke zu finden. Die Aufregung stieg und stieg. Werde ich mein Ziel erreichen? Obwohl es ja heißt “Dabei sein ist alles”, bin ich doch eine Person, die immer auf ihr Zeil fokussiert ist.

Bereits am Anfang habe ich jedoch bemerkt, dass ich ein kleines Detail bei meiner Vorbereitung nicht in Betracht gezogen habe… und zwar die Hitze. Während meiner Vorbereitungszeit hatten wir in Wien noch nicht so hohe Temperaturen und es war immer ziemlich angenehm zu laufen. An dem Tag des Laufs hatten wir jedoch fast 30 Grad. Ich wollte mich aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und schon startete ich in meinem gewohnten Lauftempo. Alles ist ziemlich gut verlaufen bis zu dem Teil der Strecke, der eher sonnig war. Da war ich schon etwas aus der Puste, aber lag noch gut in der Zeit. Direkt vor den letzten 500 Metern war ich bei 26 Minuten und dachte mir: “Wenn ich jetzt noch ein bisschen Gas gebe, schaffe ich es vielleicht sogar unter 30 Minuten. Ich erhöhte etwas mein Tempo und dann kam etwas völlig Unerwartetes. Ich bekam Gänsehaut und fing an zu zittern. Mein Kreislauf spielte wohl nicht mehr so mit. In dem Moment überlegte ich: “Soll ich die paar Meter noch genauso schnell weiterlaufen oder soll ich die Geschwindigkeit reduzieren?”. Letztendlich wurde ich jedoch so schwach, dass ich nicht einmal langsam traben konnte, sondern nurmehr gehen. Letztendlich kam ich zum Ziel in der Zeit von 31 Minuten und 31 Sekunden.

Als der Lauf fertig war, begab ich mich direkt zu einem gemütlichen Platz im Schatten, um wieder zu Kräften zu kommen. Da ich während des Laufs aufgrund der Hitze enorm geschwitzt habe und ziemlich fertig war, habe ich mir wieder ein Gatorade gegönnt, um die Mineralsalze zu mir zu nehmen, die ich währen des Laufes verloren habe.

So saß ich im Schatten, schaute mir die unglaubliche Menschenmasse an, trank ein Schluck von meinem Gatorade und dachte mir nur: “Dabei sein ist doch das Wichtigste.” :).

Fazit

Im Leben passieren so viele unerwartete Dinge und es ist einfach unmöglich, auf jede Situation vorbereitet zu sein. Ich hatte noch keine Erfahrung auf diesem Gebiet und konnte die Situation daher gar nicht einschätzen. Obwohl sich 5km doch wenig anhören, sind sie jedoch auf keinen Fall zu unterschätzen. Natürlich war ich am Anfang etwas verärgert, da ich mein Ziel nicht erreicht habe, aber letztendlich bin ich einfach so stolz auf mich selbst, dass ich es wirklich durchgezogen habe und vor allem bin ich dankbar für die tolle Erfahrung. Hätte ich diese Chance nicht bekommen, wäre ich wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen, regelmäßig laufen zu gehen. Hiermit möchte ich mich noch einmal bei dem Team von Gatorade für die unglaublich tolle Zusammenarbeit bedanken :).

*In freundlicher Zusammenarbeit mit Gatorade

 

1 Response
  • Angelika
    June 5, 2018

    Wie oft kann man „Gatorade“ in Wort und Bild unterbringen… da ist die Kennzeichnung mit Werbung wirklich mehr als angebracht. Geht es nicht auch etwas weniger offensiv und dafür etwas glaubwürdiger?

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