PERU: WOCHE NUMMER 3 – MEINE HIGHLIGHTS

Wednesday, November 28, 2018

Bereits die dritte Woche ist jetzt um und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich gar nicht auf die Kälte in Wien freue. Leider ist es in weniger als zwei Wochen soweit. Diese Woche in Peru war wohl die aufregendste bisher, aber zum Schluss auch eine unglaublich verhexte. Dazu aber ein wenig später. Wir haben jedenfalls viel unternommen, sehr gut gegessen (wie immer das Wichtigste) und endlich Machu Picchu besucht.  Für jene, die den Beitrag von letzter Woche verpasst haben, einfach hier lang

PERU: MEINE HIGHLIGHTS DER 3 WOCHE

Salinas de Maras Peru

ENDLICH MACHU PICCHU

Machu Picchu besuchen

Nach zwei Wochen habe ich es auch tatsächlich geschafft, DAS Peru-Highlight zu besuchen. Wir sind am Sonntagnachmittag mit einem privaten Taxi von Cusco losgestartet und haben im Ort Ollantaytambo (viel Spaß beim Aussprechen) um kurz nach 16:00 Uhr in den Zug gewechselt. Danach ging es ca. zwei weitere Stunden durch die malerischen Täler von Sacred Valley nach Aguas Calientes. Die Reise war sehr schön, weil wir viel von der Landschaft sehen konnten. Von Aguas Calientes starten alle Buse, die nach Machu Picchu fahren dürfen. Deshalb ist es auch eine Ortschaft, in der die meisten anderen Besucher eine Nacht verbringen, bevor es am nächsten Morgengrauen zur “Verlorenen Stadt der Inkas” geht. 

Um 4:00 Uhr morgens waren wir schon putzmunter und das Abenteuer konnte beginnen. Die Busreise dauert zwar nur knappe 30 Minuten, allerdings hatte sich schon kurz vor 5:00 Uhr eine sehr lange Schlange gebildet. Wir haben es aber trotzdem geschafft, bereits um kurz vor 7:00 bei den Ruinen zu sein. Gebucht hatten wir eine 2-stündige Tour und hatten genügend Zeit, das unglaubliche Werk der Inka-Zivilisation zu bewundern.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich im Vorhinein ein wenig skeptisch war, ob das Erlebnis wirklich so toll ist, wie es alle anderen meinen. Das lag auch teilweise am Gesamtpreis, der mich richtig schockiert hat (dazu und zu allen Details rund um einen Machu-Picchu-Besuch gibt es aber bald einen eigenen Artikel). Als wir aber oben angekommen waren, musste ich mich einfach selbst kneifen, um zu glauben, dass ich wirklich da war. Machu Picchu – Die Verlorene Stadt der Inkas. Bereits in der Schule habe ich davon gelernt. In den späteren Jahren habe ich immer wieder Dokumentationen gesehen, die mich davon träumen ließen, eines Tages die Möglichkeit zu haben, sie zu besuchen. Und da war ich wirklich.  Alle Zweifel waren sofort verschwunden und ich war einfach nur überglücklich und unglaublich dankbar, dass ich diesen einmaligen Ort tatsächlich bewundern durfte. Ein unbeschreibliches Gefühl einfach. Die Reise hat sich mehr als gelohnt.

SACRED VALLEY

Sacred Valley Chincheros

Am Weg zu Machu Picchu sind wir zwar durch Sacred Valley durchgefahren, hatten aber keine Zeit, uns mehr anzusehen. Deshalb haben wir einen Tagesausflug für den vergangenen Mittwoch geplant und waren von Cusco nach ca. 1,5 Stunden dort. Zuerst haben wir die Ruinen und eine kleine Kirche in Chinchero besucht.

Danach ging es zu den Moray-Ruinen, die unglaublich beeindruckend waren. Moray steht für eine “Anlage”, die aus mehreren Terrassen in verschiedenen Höhen besteht. Rund um die Anlage gibt es verschiedene Mythen, welche Bedeutung sie für die Inkas hatte. Ein Mythos sagt, dass die Terrassen als landwirtschaftliches Labor dienten, um Kulturpflanzen unter verschiednen Bedingungen, Sonnenrichtungen und Höhen zu züchten um so die optimalen Bedingungen herauszufinden. Meine Version ist ein wenig anders, aber ich teile sie lieber nicht, weil ich dafür bereits ausgelacht wurde. 🙂

Nach Moray ging es auch endlich zu einem Ort, auf den ich mich super lange gefreut habe. Salinas de Maras. Hier wird in terrassenartig angelegten Salzpfannen Salz gewonnen. Es ist ein sehr beeindruckender Ort und definitiv ein Must-See in Peru. Man kann natürlich auch ganz viel Salz kaufen und nach Wien kommen jedenfalls 1,5kg mit. 🙂 Kostet auch nur ca. €2,- pro Kilo. 😀

Nach Salinas de Maras war nur noch Zeit für ein leckeres Essen übrig und schon mussten wir zurückfahren, um am Abend unseren Bus nach Puerto Maldonado (Dschungel calling) zu erwischen. Wir haben im ziemlich urigen und rustikalen Restaurant Kaia gespeist und das Essen war wieder mal unglaublich gut. 🙂

PUERTO MALDONADO: HALLO DSCHUNGEL

Puerto Maldonado Tours Tambopata

Wenn man mich fragt, auf was ich mich in Peru am Allermeisten gefreut habe, dann ist das definitiv der Dschungel. Meine Freundin hat schon so oft davon geschwärmt, dass ich einfach hinmusste. Und es war einfach nur GROßARTIG. Bis auf die Rückreise, aber dazu ein wenig später. 😀

Am Mittwochabend sind wir um 9:00 Uhr abends mit einem Nachtbus von Cruz del Sur von Cusco nach Puerto Maldonado losgefahren. Hier muss ich bereits anmerken, dass die Fernbusse in Peru einfach unfassbar toll sind. Ich habe leider keine Fotos gemacht, aber Komfort wird wirklich großgeschrieben und man kann sich (je nach Klasse) fast richtig hinlegen. Nach ca. 10 Stunden sind wir in Puerto Maldonado angekommen und wurden vom Hotelpersonal empfangen. Vorerst wurden wir in ein Lokal direkt am Madre de Dios Fluss gebracht, wo wir sehr gut gefrühstückt haben. Nach ca. 2 Stunden wurden wir dann wieder abgeholt und konnten in das Boot einsteigen, welches uns zu unserer Lodge mitten im Dschungel brachte. 

Wir waren uns bis zum Abreisetag nicht sicher, wo genau wir schlafen sollten und haben uns für die Lodge Inkaterra Hacienda Concepcion entschieden. Es war nicht die günstigste Variante, aber definitiv die Beste. Die Hotelanlage ist einfach ein Traum und lässt keine Wünsche offen. Wir hatten ein eigenes Häuschen mit Blick auf einen kleinen See und waren einfach von der Natur umgeben. Geweckt wurden wir von Vogelgezwitscher. Also besser geht es gar nicht. In unserem Paket 4 Tage/3 Nächte hatten wir jeden Tag verschiedene Dschungel-Aktivitäten inkludiert und die Guides waren sehr kompetent, gut informiert und super sympathisch. Sehr empfehlenswert.

MANCHMAL HAT MAN EINFACH NUR PECH…VIEL PECH: DIE RÜCKREISE VON PUERTO MALDONADO NACH CUSCO

Unsere Dschungel-Experience war am Sonntag vorbei. Wir sind gegen 14:00 Uhr mit dem Boot Richtung Puerto Maldonado gestartet und haben noch einen kurzen Stopp bei einer Schmetterlingsfarm gemacht. Danach haben wir bei der Bushaltestelle unsere Rucksäcke abgegeben und sind zu einem Hotel gefahren, wo wir bis zu Abfahrt um 21:00 Uhr chillen konnten.

Bereits um 20:00 Uhr waren wir am Busbahnhof um einzuchecken. Wir waren schon ziemlich müde und wollten nur noch einsteigen, einschlafen und am nächsten Morgen in Cusco aufwachen. Ich hätte noch einen ganzen Tag lang Zeit gehabt, um zu arbeiten. Am Dienstag wollten wir schon zur Rainbow Mountain und am Mittwoch nach Lima, um die Hauptstadt ein wenig unsicher zu machen. Das war der Plan.

Als wir dann doch nach 1, 2, 3 Stunden keine Infos bekommen hatten, wieso unser Bus immer noch nicht da war, waren alle Reisende stinksauer beim Busschalter versammelt. Es wurde uns ca. 3 Stunden nicht gesagt, was los war. Der Bus sollte jederzeit eintreffen, wir würden einsteigen und losfahren. Sagten sie. Als der Bus dann um Mitternacht endlich angekommen war, die müden Passagiere und die beiden Fahrer ausgestiegen waren, konnten sie uns nicht mehr anlügen. Der Bus hätte bereits am Morgen ankommen sollen und wäre für den Abend bereit gewesen. Dennoch war der gesamte Bus aufgrund von einem Erdrutsch 24 Stunden unterwegs und kam mehr als 12 Stunden verspätet an. Das Personal am Schalter wusste bereits seit Nachmittag, dass der Bus sehr spät ankommen wird und die Fahrer so übermüdetet sein werden, dass sie unmöglich noch den gleichen Weg retour fahren könnten. Das haben sie allerdings verschweigen.

Als wir nach einer Lösung verlangt hatten, wurde ENDLICH hin und her telefoniert, aber eigentlich keine Lösung gefunden. Die Fahrer hatten so ein schlechtes Gewissen, dass sie sich bereit erklärt hatten (und auch vom Schalterpersonal indirekt aufgefordert wurden), den Weg zurückzufahren. Ohne Schlaf. Zum Glück waren sich alle Passagiere einig, dass dies nur zu einem Unfall führen konnte und diese Idee war weg vom Tisch. Wir haben schlussendlich beschlossen, unser Geld (das Mindeste) zurückzuverlangen und sind zu einem Hostel gefahren, um dort die Nacht zu verbringen. Um ca. 3 Uhr morgens hatten wir es mit schlechter Internetverbindung geschafft, am nächsten Mittag einen Flug nach Cusco zu buchen und dachten, unser Problem gelöst zu haben. Dachten!

DER ALPTRAUM GEHT WEITER…

Am nächsten Tag (also am Montag) waren wir bereits um 11:00 beim Gate und warteten darauf, dass unser Flieger von Avianca um 12:40 nach Cusco abhebt. Die Freude war groß. Endlich wieder frische Klamotten und eine Dusche. Als der Flieger um 14:00 Uhr nicht einmal angekommen war, wurde die Situation am Gate ein wenig laut. Die Passagiere beschwerten sich, der später angesetzte Flug von einer anderen Airline hat sich bereits auf den Weg nach Cucso gemacht und wir haben immer noch gewartet. Weitere Stunden vergingen und sie gaben uns jedes Mal verschiedene Begründungen, warum der Flieger noch nicht da ist. Wir würden es aber auf jeden Fall noch an dem Tag nach Cusco schaffen. Sagten sie. Als der Flieger endlich um kurz nach 17:00 Uhr eingetroffen war, verkündeten sie uns den Plan. Wir würden zuerst nach Lima fliegen und dann von Lima zurück nach Cusco. Nicht ganz glücklich darüber stiegen wir aber doch ein. Wir wollten schließlich einfach nur zurück.

Im Flieger fragten wir dann nochmals bei der Flugbegleiterin nach, wann unser Anschluss in Lima genau abfliegt. Sie war ein wenig verwirrt und meinte, wir bleiben doch eine Nacht in Lima. Das Bodenpersonal wartet auf uns, bringt uns zum Hotel und am nächsten Morgen (Dienstag) fliegen wir nach Cusco. Wir konnten es einfach nicht mehr glauben. Der Alptraum ging weiter und wir wurden wieder mal einfach frech angelogen. Trotz Aufregung war der Tag nicht mehr zu retten und wir durften in Lima noch ca. eine Stunde auf unser Gepäck warten. Dann wurden wir mit Taxis zu einem Hotel gebracht, welches eine halbe Stunde vom Flughafen entfernt lag. Um 22:30 waren wir im Hotel angekommen, haben noch ca. eine Stunde auf unser halbgekochtes Abendessen gewartet und sind gegen Mitternacht todmüde ins Bett gefallen. Nach 2,5 Stunden läutete der Wecker wieder und es war wieder Zeit aufzustehen und zum Flughafen zu fahren. Als der Flieger um 6:40 endlich abgehoben war, haben wir auch wider die Augen geschlossen und hofften, aus dem Alptraum aufzuwachen, wenn wir wieder in Cusco sind. Und believe it or not, wir haben es nach 2 Tagen geschafft. Der Plan war, heute nach Lima zu fliegen und den Norden unsicher zu machen. Und man kann es fast nicht glauben, aber unsere Flüge wurden gestern gestrichen und wir bleiben doch in Cusco. Jetzt sind wir mal dran, neue Ausflüge zu planen und die gesamten Rückerstattungen zu beantragen. 😀 Fun, fun, fun! 

Nach einigen Höhen und Tiefen geht die Reise aber trotzdem weiter und wir freuen uns auf alles, was auf uns zukommt. Für ein bisschen weniger Pech beten wir schon! 🙂
Bussis aus Cusco :-****

Fatime Zahrl www.thecosmopolitas.com
2 Responses
  • Miss Alice
    November 28, 2018

    Wow ihr habt ja was erlebt. Ohne Worte – die Bilder sprechen für sich! Sie sehen toll aus. Die Aussichten – einfach nur WOW. Wegen der Rückreise Cusco, da habt ihr wirklich Pech gehabt – so lange warten.

    Liebe Grüße
    Alicja von http://www.miss-alice.net

  • Sally
    November 30, 2018

    Wow! Peru is really fascinating! I was there when I was 12! Imaging that! But I want to come back and see it all again!

    Great post great pictures!

    https://lemontrend.com

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