Peru: Woche Nummer 4 + 5 – Meine Highlights

Laguna Salkantay View Peru

Ich kann es kaum glauben, dass ich nach 5 Wochen Peru auch wieder in Wien gelandet bin und bereits 5 Tage hinter mir habe. Es kommt mir so vor, als könnte ich bald einen Stoppknopf brauchen, um die Zeit zu verlangsamen. Sie geht eindeutig viel zu schnell an mir vorbei. Heute gibt es ergänzend zum letzten Beitrag (hier lesen) einen Abschluss von meinem Peru-Tagebuch und all die Eindrücke aus der 4en und 5en Woche. Highlights und Abschiedstränen inklusive.

PERU: MEINE HIGHLIGHTS DER 4 UND 5 WOCHE

Salkantay Trek Peru

Der Anfang der 4en Woche in Peru war für uns leider nicht so lustig und ich habe euch in diesem Beitrag genau erzählt, wie viel Pech wir nur an wenigen Tagen hatten. Wenn so viel schiefgeht, greift man sich irgendwann am Kopf und möchte einfach zeitgleich lachen und weinen. Man kann es kaum glauben und ich wollte mich in vielen Momenten am liebsten zurück nach Wien beamen. Zuhause ist es schließlich immer fein. 🙂

Nichtsdestotrotz haben wir es aber nach zwei Tagen doch geschafft, nach Cusco zurück zu kehren und waren schlussendlich froh, dass unsere Flüge für Folgetag nach Lima gestrichen wurden. Wir hatten keine Lust mehr, hin und her zu fliegen und bereits nach wenigen Stunden erneut zu packen. Das bedeutete allerdings, dass wir einige Spots von unserer Liste streichen mussten und einen neuen Plan brauchten. Wir wollten die letzten Tage möglichst stressfrei genießen und haben uns für eine Wanderung in Cusco-Nähe entschieden. Und es war eine unglaubliche Erfahrung.

FAZIT
PLANE NIE ZU VIEL IM VORAUS IN SÜDAMERIKA! 😊

SALKANTAY TREK/TRAIL

Salkantay Trail where to book

Auf unserer Reise nach Peru haben wir uns fest vorgenommen, eine mehrtägige Wanderung zu machen. Dieses Land eignet sich schließlich einfach perfekt für Wanderausflüge. Die Wanderung hätte, wenn alles nach Plan gelaufen wäre, im Norden Limas im Nationalpark Huaraz stattfinden sollen. Hier gibt es nämlich unglaublich viele Lagunen und wunderschöne Aussichtspunkte. Diese haben wir leider verpasst, haben aber dennoch kurzfristig eine Wanderung gefunden, die mit Sicherheit genauso wunderschön und für uns eine komplett neue Erfahrung war.

In nur vier Tagen haben wir (zu Fuß natürlich) einen Weg von ca. 50km zurückgelegt und haben mehrere Temperatur- und Höhenlagen erlebt. Die Landschaft änderte sich gefühlt mit jedem Kilometer und die Wanderung brachte uns an unsere geistigen und körperlichen Grenzen. Unsere Handys offensichtlich auch, denn an den ersten 3 Tagen zeigten sie uns einfach “Nur Notrufe möglich”. Das führte auch zum einen oder anderen beängstigendem Gespräch darüber, was wir tun würden, wenn etwas schieflaufen würde. Wenn sich jemand verletzen würde. Gleichzeitig fühlte sich aber die Zeit so luxuriös langsam an und man hatte fast das Gefühl, man wäre so erleichtert, so frei und könnte alles um sich herum viel intensiver wahrnehmen.

Wir waren eine stolze Gruppe von ca. 20 Leuten aus verschiedensten Ecken der Welt und hatten zwei wirklich tolle Führer, die sich bestens um uns gekümmert und viel Herzblut in ihren Job gesteckt haben. Am ersten Tag wurden wir von einem Bus in Cusco abgeholt und zu einer Ortschaft gebracht, von welcher der Trail offiziell beginnt. Unsere Sachen sowie das gesamte Essen für die 4 Tage wurden auf Pferde gepackt und “das Gehen” konnte beginnen. Zusätzlich zu unseren Führern war ein 3er Team an Köchen dabei, um uns täglich frische Speisen zuzubereiten.

Salkantay Mountain

Tag 1
Die erste Route führte zu unserem ersten Camp, in dem bei unserer Ankunft (nach ca. 2 Stunden) ein warmer Tee sowie Mittagessen auf uns gewartet haben. Danach hatten wir ein wenig „Freizeit“, um ein wenig Energie für die Wanderung zur Laguna Humantay zu tanken. Für mich ging es auch schon zum 3en Mal den gleichen Weg hinauf, weil ich meiner zweiten Woche die Lagune besucht habe (mehr dazu hier). Nichtdestotrotz habe ich den Weg aber sehr genossen und bin stolz darauf, dass ich diesen magischen Ort zu jeder Tageszeit kenne. JNach der Wanderung gab es wieder Tea-Time sowie Abendessen und alle sind todmüde ins Bett gefallen. Ich bin leider bereits um 22:00 Uhr wieder aufgewacht und hatte eine leichte Panikattacke im Zelt, weil ich ein wenig klaustrophobisch bin. Es war unglaublich kalt, aber ich musste ein wenig an die frische Luft. Danach ging es auch wieder besser und ich konnte bis 5:00 Uhr durchschlafen. Da wurden wir nämlich bereits geweckt und bekamen warmen Kokatee zum Aufwachen.

Tag 2
Nach dem Frühstück ging es auch schon los, denn es wartete eine 10-stündige Wanderung auf uns. Wir sind auf eine Höhe von fast 5000m gestiegen und es war so unglaublich anstrengend, weil man kaum Luft bekommen hat. Die letzten Schritte waren wie in einem Slow-Motion-Film, aber jeder Schritt hat sich ausgezahlt. Die Kulisse war einfach atemberaubend. Nach einer kurzen Pause ging es auch schon zur Laguna Salkantay (einer der schönsten Orte auf Erden) und dann endlich bergab. Nach einer guten Stunde sind wir bei unserem nächsten Stopp angekommen, um zu essen und Energie zu tanken. Um ca. 14:00 wurde die Wanderung fortgesetzt und der Weg führte durch den Dschungel. Man konnte wieder atmen. Yuhuuu!! 😀 Weitere 4 Stunden hat es gedauert, bis wir endlich in unserem Camp abgekommen waren und ENDLICH wieder warm duschen konnten. Gefühlt jeder hat sich auf die Dusche und das Abendessen gefreut. Das Einschlafen war auf jeden Fall viel gemütlicher.

Tag 3
Wieder mal um 5:00 Uhr aufstehen. Man hat sich schon daran gewöhnt. Der Weg durch den Dschungel war richtig schön und es gab leckere Früchte sowie frische Säfte am Weg. Ich war wieder im Paradies. JGegen 13:00 Uhr waren wir in einem Ort angekommen, bekamen richtig leckeres Mittagessen (gaaanz viel Guacamole) und danach ging es weiter zu unserem Camp. Hier konnten wir uns noch umziehen, unsere Sachen packen und wurden (mit dem Auto) zu einer Therme gebracht. Und das war soooooo schön! Die Zeit haben wir seeehr genossen und haben uns schon auf den Abend gefreut, weil wir bei einem Lagerfeuer noch eine kleine Fiesta hatten. Das hat richtig viel Spaß gemacht. 😀

Tag 4
Die meisten waren verkatert und wollten nicht aufstehen. Zum Glück war das Gehen eigentlich schon vorbei und wir hatten einen lustigen Tag vor uns. Es ging nämlich zu einer Zipline mit 6 verschieden Seilen. Ich hatte seeeeehr viel Angst und zeitgleich soooo viel Spaß. Leider meine Actioncam vergessen, aber ja…man muss ja nicht alles dokumentieren. 😀 Nach der Zipline gab es das letzte gemeinsame Essen und für uns ging es wieder mit dem Bus zurück nach Cusco.

FAZIT
Die Wanderung war trotz Anstrengung eines der schönsten Erlebnisse in Peru. Wir haben uns für eine Low-Budget Variante entschieden und der Preis war 130 Dollar pro Person (alles außer Zipline und der Thermeneintritt war inkludiert). Am Anfang war ich skeptisch, weil die Gruppe so groß war, aber schlussendlich war es mega toll, so vielen verschieden Menschen zu begegnen. Jedenfalls empfehlenswert.

BEST CEVICHE EVER ESSEN & GOODBYE CUSCO

An unserem letzten Tag haben wir die Zeit genutzt, um zu packen, die letzten Geschenke zu besorgen und natürlich Ceviche zu essen. Und es war soooo unglaublich gut. Das Restaurant El Mariscal ist einfach ein Muss in Cusco!!!

Die Zeit für unseren Abflug ist einfach viel zu schnell gekommen und wir wollten gar nicht zurück. Ich wollte auch gar nicht meine Freundin zurücklassen, weil ich nicht wirklich weiß, wann ich sie das nächste Mal wiedersehen kann. Ich hoffe ganz bald. <3 Jetzt heißt es, back to real life und back to work. Wien hat mit ganz vielen Aufgaben auf uns gewartet. 😊

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Timo
Timo

Ein Food- und reisesüchtiger Mensch, der sich auch mit 28 über kleine Dinge freuen kann: Eine Schoko-Mousse-Torte lässt jede Sorge zumindest kurz verschwinden. Allerdings nur dann, wenn die Schokolade dunkel ist.

Auf “The Cosmopolitas” schreibe ich gerne über alles, was so in meinem Kopf herumschwirrt: Über diverse Gedanken, Essen, Reisen, Mode, und, und, und…
|| Sonst bin ich…
…eine wissbegierige Persönlichkeit, eine Predigerin des lebenslangen Lernens und bald eine Matrosin.:)

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